Holzschutz mit Injektoren

Baustoffe aus Holz sind durch verschiedene biologische Schädlinge gefährdet: Larven, Pilze etc.
Ein Gutachten eines Sachverständigen wird empfohlen, um die Art des Befalls festzustellen und
das Ausmaß der Zerstörung zu bestimmen.
Um wirksam zu sein, muß eine Behandlung unbedingt folgende Schritte enthalten:
Vorbereitung u. Reinigung des Untergrundes; Bestandsanalyse, zerstörte Holzoberfläche abschälen, Oberflächen bürsten, Injektionslöcher bohren und Holzinjektoren einschlagen.
► Schutz der Kernhölzer: durch Injektion
► Schutz der Holzoberflächen : durch Zerstäubung

Holzschutz mit Injektoren:

Holzinjektoren (aus Kunststoff) mit einem Zurückschlagventil für die vorbeugende und bekämpfende Holzschutzbehandlung gegen die Insektenlarven (Hausbock – Nagekäfer – Splintholzkäfer).

In die Bohrlöcher von Ø 9,5 mm (in Abstand von ungefähr 20 cm mit einer Bohrtiefe von 2/3 der Balkenstärke) werden diese Holzinjektoren mit einem Hammer im Holz eingeschlagen. Die Löcher werden dann mittels Druck mit einem flüssigen Holzschutzmittel (± 20 cm3) gefüllt. Das Zurückschlagventil (patentiert) im Injektor vermeidet die Ausleerung des Bohrlochers und das Holzschutmittel verteilt sich langsam ins Innere des Holzes.

Die Vorteile dieser Methode :

  • eine leichte und schnelle Durchführung der Injektion.
  • keine Durchlässigkeit bei der Einspritzung des Flüssigmittels.
  • Möglichkeit zur Nachbehandlung.

Eine leichte und schnelle Durchführung der Injektion :

Das Injektionsverfahren ist sehr einfach und schnell zu bewerkstelligen. Alte Anstriche sowie vermulmte Holzteile werden entfernt. Die Hölzer werden in gewissen Abständen mit Bohrungen versehen. Dabei sollte ungefähr 2/3 der Holzstärke erfäßt sein. Man rechnet mit ca. drei Bohrlöcher pro Linearmeter, in welche die Injektoren mittels einem Hammer eingeschlagen werden. Anschließend wird die Schutzmittellösung in die Injektoren gegeben. Die Injektion ist sowohl horizontal als auch vertikal möglich.

Verwendet man Injektoren mit Kopf, so ist der Gebrauch eines Döppers notwendig, damit den Kopf des Injektors beim Einschlag nicht beschädigt wird.

Verwendet man einen Injektor ohne Kopf, so braucht man keinen Döpper dazu. Lediglich an Stellen, wo der Zugang sich als schwierig erweist, ist ein Döpper empfehlenswert.

Bei der Injektion mit Hochdruck, die mit Hilfe einer Einspritzpistole durchgeführt wird, muß gewährleistet sein, daß der Injektor absolut dicht ist, insbesondere an folgenden drei kritischen Stellen:

Verbindungsstück zwischen Einspritzkopf und Injektor :

Injektor mit Kopf: der Injektorkopf mit seiner speziellen geometrischen Form ist genau abgestimmt auf die Klammer des Einspritzkopfes.

Injektor ohne Kopf : durch den Doppelring am Kopfgehäuse werden physikalische Phänomene wie z.B. das Ausdehnen  des Ringes zur ovalen Form bei der Injektion verhindert.

Rückschlagventil : Alle Injektoren sind ausgestattet mit einem Kugel- oder Plastikventil.

Der Injektor von außen betrachtet :
Das äußere Profil besteht aus Rillen, die einen festen Sitz im Holzgebälk garantieren. Optimale Abdichtung.

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